Vor zwanzig Jahren fiel der
Startschuss in Witten
Ruhrtal-Radweg feiert Geburtstag
Er gehört seit 2009 zu den „Top Ten“ der Radwege in Deutschland, wird regelmäßig vom ADFC als 4-Sterne-Qualitätsradroute zertifiziert und zählt laut einer Umfrage „zu den 50 Dingen, die ein Nordrhein-Westfale in seinem Leben getan haben sollte“ – der Ruhrtal-Radweg.
Eröffnet wurde der 240 Kilometer lange Radweg am 30. April 2006 auf Zeche Nachtigall „als verbindendes Element zwischen Sauerland und Ruhrgebiet“, so Dr. Jürgen Fischbach, Geschäftsführer Sauerland-Tourismus.
Die Verantwortlichen trugen damit dem Radtourismus-Boom in Deutschland Mitte der 90er-Jahre Rechnung. Und obwohl es viele Vorbehalte von außen gab und die Idee oftmals belächelt wurde, hat sich der Ruhrtal-Radweg in den 20 Jahren seines Bestehens zu einem festen Bestandteil des fahrradtouristischen Angebots in NRW gemausert. Heute steht er nicht nur für gute touristische Infrastruktur, sondern auch für interkommunale Zusammenarbeit zwischen 23 Kommunen, fünf Kreisen und mehreren regionalen Partnern.
5.000 Erdumrundungen mit dem Fahrrad
Hochgerechnet haben Radler auf dem Ruhrtal-Radweg in den vergangenen Jahren die Erde 5.000-mal mit dem Fahrrad umrundet. Und das zeigt sich auch im Umsatz: Bei der bislang letzten Erhebung im Jahr 2022 wurden rund 1,12 Millionen Aufenthaltstage zwischen Duisburg und Winterberg gezählt. Der touristische Bruttoumsatz entlang der Strecke lag bei 39,4 Millionen Euro, wobei 68 Prozent der Gäste aus NRW kamen, 8 Prozent aus dem Ausland und die restlichen Gäste aus Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg.
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Trotz aller Erfolge sind sich die Verantwortlichen bewusst, dass ein seit Jahren etablierter Radfernweg kontinuierlich weiterentwickelt werden muss, um dauerhaft attraktiv zu bleiben. Daher haben die beteiligten Partner mit der 2022 verabschiedeten Ruhrtal-Radweg-Charta 2026 ein verbindliches Rahmenwerk zur konsequenten Arbeit an Qualität, Nachhaltigkeit und Zielgruppenorientierung geschaffen. Weitere Maßnahmen betreffen die Förderung der Leitungswasserfreundlichkeit sowie Verbesserungen bei der Anreise mit der Bahn.
Was passiert alles zum zwanzigsten Geburtstag?
Im Jahr des zwanzigsten Geburtstags sind regional und überregional einige Kampagnen und Veranstaltungen rund um den Ruhrtal-Radweg geplant. Unter anderem wird es eine Baumpflanzaktion geben, bei der Radfahrer durch das Befahren des gesamten Radwegs einen Baumsetzling erradeln können. Die Setzlinge werden dann im Oktober 2026 auf einer Fläche am Radweg eingepflanzt. Darüber hinaus steht eine radtouristische Fachveranstaltung mit Parlamentarischem Abend in Berlin auf dem Programm, und im März wird der Ruhrtal-Radweg abermals vom ADFC als 4-Sterne-Qualitätsradroute ausgezeichnet.
Die beteiligten Kommunen
Winterberg, Olsberg, Bestwig, Meschede, Arnsberg, Ende, Wickede, Menden, Fröndenberg, Iserlohn, Holzwickede, Schwerte, Hagen, Dortmund, Herdecke, Wetter, Witten, Bochum, Hattingen, Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Duisburg.

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