Baulicher Schutz mit ökologischem Nutzen verbunden
Kreishaus Schwelm: Begrünung schließt Dachsanierung ab
„Substrate für die Dachbegrünung“ – Tanklastfahrzeuge mit dieser Aufschrift dokumentierten jetzt auf dem Westfalendamm in Schwelm den Schlusspunkt unter die notwendige Sanierung einer Flachdachfläche des Kreishauses. Insgesamt wurden rund 85 Kubikmeter sieben Stockwerke hochgepumpt und auf 700 Quadratmetern verteilt.
„Die robuste, dauerhafte und pflegearme Dachbegrünung verbindet baulichen Schutz mit ökologischem Nutzen. Sie hält Regenwasser zurück und schützt die Dachfläche vor starken Temperaturschwankungen, sie verbessert das Mikroklima am Gebäude und schafft zusätzliche Lebensräume für Insekten“, erläutert Roman Schnar, verantwortlicher technischer Projektleiter der Kreisverwaltung. Gerade bei versiegelten Flächen und Gebäuden im Bestand könne auf diese Weise ein Beitrag zur Anpassung an die extremer werdenden Wetterlagen geleistet werden.
Notwendig geworden waren die umfangreichen Arbeiten an der mehrere Jahrzehnte alten Dachfläche aufgrund von Undichtigkeiten, die unter anderen zu Wassereintritten in die Räume der Leitstelle sowie Sorgen über weitergehende Gebäudeschäden geführt hatten. Für die notwendigen Arbeiten hatte der Kreistag ein Budget von 640.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Projekt war anspruchsvoll
„Das Projekt war ohne Frage anspruchsvoll und von besonderen Anforderungen gekennzeichnet. Hierzu zählte insbesondere der natürlich weiterlaufende Betrieb der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in der obersten Etage des betroffenen Bereiches“, so Schnar. Rückblickend sei es sehr gut gelungen, alle Bauphasen so zu planen und ablaufen zu lassen, dass die wichtige Arbeit der Leitstelle nicht beeinträchtigt worden sei.
Während die Sanierung eines Dachteils damit abgeschlossen ist, hat der Kreistag den Weg für die noch ausstehende grundlegende Sanierung des gesamten Schwelmer Kreishauses freigemacht. Wesentliche Punkte des Beschlusses sind ein weitestgehender Erhalt der vorhandenen Bausubstanz, eine abschnittsweise Sanierung im laufenden Betrieb und das Reduzieren des Anmietens von Ausweichquartieren auf ein notwendiges Minimum.
Wichtige Erkenntnisse darüber, wie vorhandene Bauteile beschaffen sind, hatte eine Analysesanierung geliefert, die in der dritten Etage des Verwaltungsgebäudes durchgeführt worden war. Auf dieser Grundlage wird nun eine Entwurfsplanung für das gesamte Gebäude mit seinen rund 28.000 Quadratmetern erarbeitet. Die Kostenobergrenzen liegen dabei nach Vorgabe des Kreistages bei 2.000 Euro (Verwaltungstrakt) beziehungsweise 3.500 Euro (Sitzungstrakt) pro Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Auf Basis der Planungen entscheidet der Kreistag dann über den endgültigen Baubeschluss. Enger ist der Zeitplan für die ebenfalls notwendige Sanierung der Parkdecks am Kreishaus gestrickt.
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