Neue Brückenschäden verzögern die Freigabe
Autobahnauffahrt Herbede: Freigabe im Spätherbst 2026?
Herbede muss erstmal weiterleiden: An der Anschlussstelle Herbede bleiben die Auffahrt Wuppertal sowie die Abfahrt Herbede aus Richtung Münster weiterhin gesperrt. Doch vielleicht heißt es bald endlich Aufatmen, denn die zuständige Autobahn-GmbH hofft, die Arbeiten im Spätherbst dieses Jahres beendet zu haben.
Kurze Historie: Im Dezember 2020 war ein auf einem Tieflader transportierter Bagger am Brückenüberbau hängengeblieben. Bezüglich der Brücke wurde untersucht, ob sie saniert werden kann, oder ob ein Neubau nötig ist, und festgestellt, dass die Brücke aus Baujahr 1972 von ihrer grundsätzlichen Bauweise zukunftstauglich ist. Es wurde ein Sanierungskonzept erstellt, das nicht nur die Sanierung des Anfahrschadens beinhaltet, sondern die Brücke insgesamt ertüchtigt. Eigentlich sollten Auffahrt und Abfahrt bereits im vergangenen Monat wieder geöffnet werden, aber dann wurden zusätzliche Brückenschäden entdeckt.
Das sagt die Autobahn-GmbH:
Susanne Schlenga, Pressesprecherin der Autobahn-GmbH, sagt dazu: „Noch vor Beginn der Sanierungsarbeiten im April 2025 hat sich unbemerkt ein weiterer Anfahrschaden ereignet. Dieser Schaden in Fahrtrichtung Wuppertal konnte in die Sanierungsplanung erst nach Beginn der Arbeiten aufgenommen werden. Hier musste zusätzlich ein Stahlträger ausgetauscht werden. Dieser Mehraufwand war vom Auftragnehmer nicht geplant, sodass zweitweise der Personaleinsatz zwar erhöht werden konnte, dies aber leider nicht dauerhaft möglich war.“
Die falsche Jahreszeit und dann auch noch Rost …
Weiter sagt Susanne Schlanga: „Mit der Verzögerung ist die Maßnahme in eine Jahreszeit geraten, in der bestimmte Arbeiten aus Witterungsgründen nicht ausgeführt werden konnten. Die Schadenssanierung und die zusätzlichen Sanierungsarbeiten wie zum Beispiel ein Lagertausch auf der Wuppertaler Seite sind dennoch inzwischen abgeschlossen. Derzeit finden Arbeiten im Baufeld in Fahrtrichtung Münster statt.
Auch bei diesen Arbeiten sind nun neue Schäden an dem Bauwerk im Bereich der Übergangskonstruktion festgestellt worden, die bislang nicht bekannt waren. Eine Übergangskonstruktion gleicht temperaturbedingte Längenänderungen des Bauwerks aus und ist demnach immer in Bewegung. Erst bei den laufenden Arbeiten wurde an den schwer zugänglichen Stellen Rost festgestellt.
Teilsperrung wird sich weiter verlängern
Für diese neuen Schäden ist eine weitere Sanierungsplanung erstellt worden. Die Teilsperrung in der Anschlussstelle wird sich also leider weiter verlängern. Nach dem heutigen Sachstand rechnen wir aber mit einer Fertigstellung der Arbeiten im Spätherbst 2026.“
Bleibt zu hoffen, dass bei den aktuell laufenden Arbeiten der insgesamt schon länger laufenden Gesamtarbeiten nicht noch irgendwas an anderen schwer zugänglichen Stellen festgestellt wird – dann könnte in Herbede vielleicht nach schlappen anderthalb Jahren wieder auf- und abgefahren werden. Der „Herbeder“ drückt Herbede und der Autobahn-GmbH ganz doll die Daumen.
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