Feuerwehr Herdecke
FW-EN: Abschlussmeldung – Brand im Industriebetrieb in Herdecke – Die Feuerwehren des Ennepe-Ruhr-Kreis sind mit 132 Einsatzkräften über 7 Stunde im Einsatz.
Herdecke (ots)
(gw) Am Freitagabend wurde die Feuerwehr Herdecke gegen 20:07 Uhr zu einem Brandereignis auf dem Werksgelände der Firma Ewald Dörken AG an der Wetterstraße alarmiert. Siehe hierzu Erstmeldung vom 30.08.2025 00:21 Uhr.
Nach nur fünf Minuten rückten die ersten Löschfahrzeuge der Feuerwehr Herdecke aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Halle von Mitarbeitern geräumt. Die komplette Produktionsstätte (Halle) war beim Betreten des ersten Atemschutztrupps verraucht. Diese Rauchentwicklung ging von einem Ofen aus, in und an dem Kunststoffe brannten.
Paralleler Einsatz während der Erstphase – Brandmeldeanlage Millöckerweg
Während der ersten Brandbekämpfung und Anrücken der Einsatzkräfte aus Herdecke zur Wetterstraße, wurde durch die Leitstelle des Ennepe-Ruhr-Kreis das Auflaufen einer Brandmeldeanlage im Millöckerweg gemeldet. Im Zuge dessen wurden die ersten überörtlichen Kräfte der Feuerwehr Wetter (Ruhr) nach Herdecke alarmiert und Einsatzkräfte machten sich auf den Weg zum Millöckerweg.
Bei der Brandbekämpfung an der Wetterstraße wurden weitere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vorgeschickt. Durch die verwinkelte Anlage und Brandausbreitung in dieser, gestalteten sich die Löschmaßnahmen aufwändig, was einen höheren Personalbedarf abzeichnete.
An der Einsatzstelle Millöckerweg wurden die Einsatzkräfte von Mitarbeitern in Empfang genommen, die auf Rauch im Auslösebereich hingewiesen haben. Ein zur Erkundung vorgegangener Trupp konnte glücklicherweise nur angebranntes Essen feststellen, sodass dies vom Herd genommen wurde und der Einsatz schnell beendet war. Die Einsatzkräfte an dieser Einsatzstelle machten sich umgehend auf den Weg zur Wetterstraße.
Warnung der Bevölkerung – Keine Gefahr für die Bevölkerung
Im weiteren Verlauf hatte sich das Feuer über ein Abluftsystem der Produktionsanlage ausgebreitet und weiteren Brandrauch über einen Schornstein ins Freie abgegeben. Hier wurde vorsorglich die Bevölkerung und Anwohner über die WarnApp NINA über eine Geruchsbelästigung gewarnt. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung.
Massiver Kräfteansatz notwendig – 9 Feuerwehren und über 20 Trupps unter schwerem Atemschutz
Durch die Brandausbreitung in der Anlage und der Isolierung des Rohrsystems wurde ein massiver Kräfteeinsatz notwendig. Dies führte dazu, dass über die Kreisleitstelle des Ennepe-Ruhr-Kreis Einsatzkräfte aus den umliegenden Feuerwehren alarmiert und nach Herdecke geführt wurden. Gegen 22:10 Uhr kam es zu einer weiteren Brandausbreitung in der Anlage. Hierbei wurden keine Einsatzkräfte verletzt, jedoch entfachte der Brand wieder. In der Zwischenzeit und durcheine sehr gute Koordinierung der Leitstelle trafen immer mehr Feuerwehren an der Einsatzstelle ein. An dieser Stelle bedanken wir uns bei den Feuerwehren: Wetter (Ruhr), Witten, Hattingen, Gevelsberg, Bochum, Sprockhövel, Hagen und der Kreisfeuerwehrzentrale des Ennepe-Ruhr-Kreis. In Summe und mit der Feuerwehr Herdecke waren somit 9 Feuerwehren aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis und den umliegenden Städten sowie der Leistelle des Ennepe-Ruhr-Kreis im Einsatz.
Kräfteeinsatz ermöglicht Löscherfolg – Teile der Anlage werden mit Werkzeugen geöffnet
Durch die inzwischen über 132 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle konnte die Produktionsanlage und das Rohrsystem Stück um Stück geöffnet werden. Hierzu wurden neben normalen Werkzeugen auch Trennschleifer eingesetzt, was eine aufwändige Öffnung und Demontage bedeutete. Durch diese Maßnahmen konnte ein wirksamer Löscherfolg erzielt werden. Um 00:24 Uhr konnte so die Meldung „Feuer unter Kontrolle“ abgegeben werden.
Entwarnung für die Bevölkerung – Verpflegung für die Einsatzkräfte
Nachdem das Abluftsystem und dessen Isolierung zeitintensiv geöffnet, gelöscht und massiv gekühlt wurde ging auch die Rauchentwicklung zurück. Gegen 1:19 Uhr wurde dann eine Entwarnung über die NINA-App für die Geruchsbelästigung in Herdecke ausgegeben. Aufgrund der hohen Anzahl an Einsatzkräften und der bereits seit fünf Stunden andauernden Maßnahmen wurde Verpflegung bereitgestellt. Im Ersten Schritt stellte das betroffene Unternehmen sofort Getränke bereit und kümmerte sich um weitere Snacks. Da aber der logistische Aufwand und auch die Anzahl der Einsatzkräfte stetig anstieg wurde die Johanniter Unfallhilfe mit der Versorgungs- und Verpflegungskomponente zur Einsatzstelle berufen. In den durch das Unternehmen bereitgestellten Räumlichkeiten wurde in der Nacht für die Einsatzkräfte warme Getränke und kalte Getränke, Brötchen und Schokoriegel bereitgestellt und Möglichkeiten zum Sitzen und Ausruhen geschaffen.
Einsatzende – Aufräumarbeiten und Brandsicherheitswache
Um 02:30 Uhr wurde durch den Einsatzleiter „Feuer aus“ gemeldet. Nach den Aufräumarbeiten an der Einsatzstelle wurde diese der Polizei zur Ursachenermittlung übergeben. Sowohl zur Ursache als auch zur Höhe des Schadenswerts kann die Feuerwehr Herdecke keine Auskunft geben und verweist an die Polizei bzw. den Betrieb. Personen sind bei dem Brand nicht zu Schaden gekommen.
Während die Feuerwehr Herdecke die Einsatzfahrzeuge und -mittel reinigte und die Einsatzbereitschaft wieder herstellte, führte die Feuerwehr Hattingen an der Einsatzstelle eine Brandsicherheitswache durch. Um 04:40 wurde die Brandsicherheitswache dem Unternehmen übergeben.
Die Feuerwehrfamilie ist eine starke Gemeinschaft – Einsatzleiter, Kreisbrandmeister und Vertreter des Unternehmens danken allen Einsatzkräften
Einsatzleiter und Leiter der Feuerwehr Michael Tillmanns dankte allen Einsatzkräften für den wirklich sehr aufwändigen Feuerwehreinsatz. Der Kreisbrandmeister Martin Weber ergänzte mit den Worten „Ich freue mich sehr, dass wir heute wieder sehen konnten, dass die Feuerwehrfamilie aber auch die ganze Blaulichtfamilie des Ennepe-Ruhr-Kreis und auch in allen Nachbarstädten eng kooperieren und eng verzahnt sind.“. Vertreter des Unternehmens dankten mit den Worten „Es ist gut zu wissen, dass wir eine so verlässliche Feuerwehr bei uns haben, das Konzepte greifen und wir sagen Danke an die zahlreichen Einsatzkräfte.“.
Rückfragen bitte an:
Feuerwehr Herdecke
Pressestelle
Gene-Joy Wagner
Telefon: +49 (0) 163 38 00 967
E-Mail: gene.wagner@feuerwehr-herdecke.de
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