Kult-Pommesbude hat neuen Chef
David Jerome Gerhards übernimmt Postgrill im Hammertal
Wenn es Imbisse 60 Jahre lang gibt, dann muss etwas dran sein, mehr als nur Würstchen mit Pommes.
Entweder ist die angebotene Qualität klasse, oder aber hinter der Theke stehen echte Originale, die für sich allein schon einen Besuch wert sind. Und drittens ist auch die Lage entscheidend – sowie eine gewisse Atmosphäre im Laden.
Im Falle des Postgrills im Hammertal trifft wahrscheinlich alles gemeinsam zu. Am 1. Juli 1965 wurde die kleine Pommesbude eröffnet – und schloss danach niemals mehr, höchstens mal für eine Renovierung. David Jerome Gerhards (45) hat den Postgrill zum 1. Oktober übernommen. „Dann habe ich aber erst einmal zwei Wochen lang renoviert“, erzählt er, „der Laden war ein bisschen oldschool.“ Zum 15. Oktober hat er dann eröffnet – und gleich ein paar Neuerungen eingeführt. Um auch einen moderneren Fastfood-Geschmack zu bedienen, bietet der Postgrill jetzt ebenso Burger und Süßkartoffel-Pommes an.
Erfahrung ist da
Erfahrung in Sachen Imbiss hat Jerome Gerhards. In Bochum-Stiepel an der Haarstraße hat er einen Food-Truck stehen. „Jetzt im Winter aber nur von mittwochs bis freitags“, sagt er. Genug Zeit also, um im Postgrill hinter der Theke zu stehen. Und das ist harte Arbeit: Bei unserem Test-Besuch gaben sich die Kunden in der Mittagszeit die Klinke in die Hand. Kein Wunder: Drumherum arbeiten viele Menschen. „Das ist hier ein Laden mit Tradition“, so Gerhards, „der ist nicht wegdenkbar. Wir haben hier jeden Tag ein sehr gemischtes Publikum, von Jung bis Alt.“
Jerome Gerhards ist von Haus aus Metzger, 25 Jahre hat er in dem Job gearbeitet. „Irgendwann kam der Gedanke: Mal was Eigenes wäre cool. Meine Mutter hatte schon einen Imbiss, meine Schwester auch, dann mach‘ ich das auch mal.“ Schwester Melanie legt im Postgrill mit Hand an. Gerhards Ehefrau Kerstin arbeitet im Hintergrund: „Ohne sie wäre ich aufgeschmissen“, sagt Jerome Gerhards.
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