„Der jetzige Plan ist der schnellste“
Neue Omega-Brücke wird erst nach 2031 gebaut
Nichts Genaues weiß man nicht. Dieses Motto gilt in Sachen Brückenneubau weiterhin.
Mehr Aufschluss brachte auch eine Informationsveranstaltung des „Arbeitskreises Herbeder Brücken“ im Juni im Haus Herbede nicht. Der hatte noch einmal 3.500 Unterschriften gegen eine Vollsperrung gesammelt und sie dem Bürgermeister übergeben.
Die Rahmendaten stehen, wenn auch bisher vonseiten der Landesbehörde StraßenNRW unverbindlich. Geplanter Baubeginn für die neue Ruhrbrücke: 2027. Dauer: bis 2031. Gebaut werden soll in folgender Reihenfolge: Zuerst eine neue Lakebrücke, deren Finanzierung zu 97 Prozent von StraßenNRW übernommen wird. Dann folgt der „Rüssel“ genannte Gewerbe-Abzweig, der den Verkehr über die Von-Elverfeldt-Allee und die untere Meesmannstraße umleiten soll, wenn die Omega-Brücke abgerissen und neu gebaut wird. Die Ruhrbrücke ab Kreisverkehr Heven wird gesondert gebaut und stößt am geplanten Abzweig wieder auf die vorhandene Trasse.
„Es gibt bisher überhaupt keine Planung“
Der Arbeitskreis Herbeder Brücken begrüßte die Pläne, macht sich aber auch Sorgen – um die Herbeder Wirtschaft, die baulichen Veränderungen einer schönen Landschaft und darum, dass die Herbeder Bürger nicht gehört werden. „Acht bis zwölf Monate Bauzeit, es gibt bisher überhaupt keine Planung“, sagte Arne Meinshausen aus dem Rathaus für Medizin bezüglich der Omega-Brücke, „keiner weiß, wie die aussehen soll.“ Auch bei der Ästhetik wünschen sich die Herbeder ein Mitsprache-Recht.
Die Omega-Brücke würde allerdings erst nach 2031 gebaut, nach neuer Lakebrücke und Abzweig. Wie auch immer, nach Aussage von Julian Fennhahn (CDU), dem Vorsitzenden des Ausschusses für Mobilität und Verkehr im Wittener Rat, sind die jetzigen Pläne samt Sperrung der Omega-Brücke laut eines Gutachtens diejenigen, die sich am schnellsten umsetzen lassen.
Apropos Schnelligkeit: Die Stadt Witten verhandelt immer noch über den Verkauf der wichtigen Grundstücke für den geplanten Gewerbe-Abzweig; gerade mit der Deutschen Bahn und der Thelen-Gruppe gestaltet sich das dem Vernehmen nach mehr als zäh.
Dazu steht auch noch ein weiteres Gutachten aus, das beschreiben soll, ob denn der Verkehr überhaupt über die Von-Elverfeldt-Allee und die untere Meesmannstraße umgeleitet werden kann. Eine Anwohnerin äußerte bei der Bürgerversammlung da so ihre Zweifel: „Da gibt es andauernd Engpässe, die Lkw kommen nicht aneinander vorbei, müssen rangieren oder über den Bürgersteig fahren. Für Radfahrer und Kinder ist das ein Problem.“
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