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„Three, two, one, Action!“

Asics drehte geheime Werbespots beim TuS Bommern

„Yes, very nice!“ Aufnahmeleiter Ron Groenewoud ist endlich zufrieden. Mehr als 30-mal wurde immer die gleiche Handball-Spiel­szene gedreht, bis der Spot im Kasten war.

Ort des Geschehens: das Sportzentrum vom TuS Bommern. Zwei Tage lang war die Amsterdamer Produktionsfirma „10/10“ vor Ort, um Werbespots für neue Handballschuhe des Sportartikelherstellers Asics zu drehen und Fotosessions zu machen. 

Man hätte theoretisch überall drehen können, doch warum fiel die Wahl ausgerechnet auf Bommern? Städtische Turnhallen sind ständig belegt, und wer die deutsche Bürokratie kennt, weiß, dass eine entsprechende Drehgenehmigung zunächst mit Formularen verbunden ist, auf die anschließend neue Formulare folgen – und das ist beim TuS als Verein mit eigener Halle nicht der Fall.

Einen anderen, wichtigen Aspekt nennt Ron Groenewoud: „Die Halle bietet die Möglichkeit, eine Zwischenwand herunterzulassen. Für die Filmszenen und die Bilder brauchen wir auf jeden Fall abgetrennte Bereiche, sonst funktioniert das nicht.“

Zurück zu unserer Spielszene. Auf dem Feld stehen Julia, Lara und Lenia aus der ersten Mannschaft vom PSV Recklinghausen, zusammen mit einer Mitspielerin, die hier nicht namentlich erwähnt werden darf, weil sie für den Dreh extra die Schule geschwänzt hatte. Um zig Ecken, weil jemand jemanden kannte, der jemanden kannte, der jemanden kannte, sind die jungen Handballerinnen zum Dreh eingeladen worden.

„Wir sind schon mit einer gewissen Aufregung hierhergekommen“, sagtJulia. „Aber es war eine sehr positive Aufregung“, ergänzt Lara.

Immer der gleiche Angriff…

Immer wieder spielen die Mädels den gleichen Angriff durch. Und immer wieder passt etwas nicht. Mal ist der Angriff für Ron zu langsam gespielt, und er fordert mit „Quicker!“ zum Schnellerspielen auf. Mal stimmt die Kamerabewegung nicht hundertprozentig, obwohl mit dem Team von 10/10 absolute Profis am Werk sind. Mal müssen Nuancen an der Beleuchtung neu justiert werden – für einen absolut professionellen Werbespot muss halt alles absolut perfekt sein.

Als die Szene endlich im Kasten ist, freuen sich alle – Filmteam und Spielerinnen.

Diese Szene ist nur eine von vielen. „Pro Tag drehen wir etwa 20 Szenen“, sagt Ron. Immer mit dem gleichen Aufwand, immer mit dem Ziel, nahe an die Perfektion zu kommen – denn schließlich ist Asics einer der renommiertesten Sportartikelhersteller auf dem Planeten, und da muss halt alles stimmen.

Shuh-bi-du

Nun wäre es natürlich schön, die neuen Schuhmodelle von Asics, die explizit für den Handballsport entwickelt wurden, auch zeigen zu können, aber da gibt es ein striktes Verbot seitens des Herstellers. „Du darfst alles fotografieren, aber die Schuhe dürfen nirgendwo zu sehen sein“, sagt Ron.

Das Geheimnis wird demnächst im TV und im Internet gelüftet. Wir bleiben gespannt.

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