Konzept der Ideenwerkstatt hat sich bewährt
Herbeder Festtage zum Dritten
Zwei Tage Spaß, zwei Tage Programm, dazu ein kleiner Herbstmarkt – das Rezept der Herbeder Ideenwerkstatt ging auf. Mehrere Hundert Besucher wollten bei den dritten Herbeder Festtagen dabei sein.
Zum Auftakt am Samstag hatte das Wetter noch ziemlich miese Laune. Doch das änderte sich pünktlich zum Fassanstich durch Bürgermeister Dirk Leistner. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden über die Resonanz“, zog Werner Fink, Vorstandsmitglied der Ideenwerkstatt, Bilanz, „das zeigt uns, dass die Veranstaltung gut angenommen wird und wir auf dem richtigen Weg sind.“
Der Auftaktabend stand ganz im Zeichen der Musik. Zunächst sorgten die Herbeder Urgesteine „Echte Freunde“ für Stimmung, bevor der Abend in einer rauschenden Partynacht mit dem Auftritt von „Plan Five“ endete.
Kleiner Herbstmarkt am zweiten Tag
Tag zwei begann beschaulich: mit einem kleinen Herbstmarkt, bei dem Privatleute Selbstgebasteltes oder nicht mehr Benötigtes feilboten. Am Abend stand dann erneut Musik auf dem Programm. DJ Rudi Cash am Mischpult entführte die Besucher in die 90er-Jahre, kam damit gut an und ließ die Veranstaltung musikalisch ausklingen.
Größenordnung wird wohl dauerhaft Bestand haben
Nach den nunmehr dritten Herbeder Festtagen hat sich eine Größenordnung der Veranstaltung entwickelt, die wohl dauerhaft Bestand haben wird. Nach den ersten Festtagen im Jahr 2023, bei denen „Skandal“-DJ Robin, fast anderthalbtausend Menschen auf den Platz an der Schmiede lockte, und bei denen auch die Meesmannstraße noch einbezogen war, präsentiert sich das Format nun wesentlich kompakter. Und das hat natürlich auch seine Gründe.
Waren beim Auftakt vor drei Jahren noch das Stadtmarketing und die Agentur Event-Service-Ruhr-GmbH mit im Veranstalterboot, hatten die sich im Folgejahr komplett ausgeklinkt: das Stadtmarketing, weil es sich mehr auf eigene Veranstaltungen fokussieren wollte, die Agentur, weil sie trotz der hohen Besucherzahl draufgezahlt hatte. So trug es sich zu, dass die Festtage im Jahr 2024 gar nicht stattfanden, und im vergangenen Jahr zum ersten Mal alleine von der Ideenwerkstatt organisiert worden waren.
Auflagen, Auflagen, Auflagen
Und dabei kamen auch zum ersten Mal die Folgen der Aktionen von hirnlosen Idioten, die an mehreren Orten in Deutschland mit einem Auto in Menschenmengen gerast waren, zum Tragen: Auflagen, Auflagen, Auflagen – in Form von Terrorsperren. Lediglich den Platz an der Schmiede abzuriegeln, ist eine Sache, die die Ideenwerkstatt aus eigener Kraft stemmen kann. Doch der finanzielle Aufwand, die Meesmannstraße mit all ihren Zufahrtsstraßen durch Terrorsperren abzuriegeln, würde den finanziellen Rahmen des Vereins sprengen.
Und daher wird‘s mit aller Wahrscheinlichkeit auch im kommenden Jahr eine kompakte und schnuckelige Veranstaltung geben, die nicht ganz so pompös ist wie die allererste. Aber mal ganz ehrlich: Wer braucht schon einen Skandal-DJ, wenn es stattddessen richtig gute Livemusik gibt?
Bild: Mächtig viel gute Musik auf die Ohren gab es am Freitagabend von der Band Plan Five. Mehrere Hundert Besucher kamen auf den Platz an der Schmiede, um den Auftritt live zu erleben.
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